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Über Krebs

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Diagnose und Behandlung


Der Weg zur Krebsdiagnose beginnt häufig mit einer Vorsorgeuntersuchung, einem auffälligen Befund oder anhaltenden Beschwerden. Zur weiteren Abklärung kommen bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder nuklearmedizinische Untersuchungen zum Einsatz.


Eine gesicherte Diagnose erfolgt in der Regel durch die Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie). Das entnommene Gewebe wird feingeweblich analysiert, um die genaue Tumorart zu bestimmen. Darüber hinaus gewinnen molekularbiologische Verfahren zunehmend an Bedeutung. Mit modernen Methoden wie dem sogenannten Next-Generation Sequencing (NGS) können genetische Veränderungen im Tumor detailliert untersucht werden. Diese Analysen ermöglichen eine präzisere Einordnung der Erkrankung und eröffnen – je nach Befund – gezielte therapeutische Optionen.


Die Therapieplanung erfolgt heute in der Regel interdisziplinär in spezialisierten Tumorkonferenzen. Berücksichtigt werden Tumorart, Stadium, molekulare Eigenschaften sowie individuelle Faktoren wie Alter, Begleiterkrankungen und persönliche Lebenssituation.
Zu den zentralen Behandlungsformen gehören:

  • Operation, mit dem Ziel der vollständigen Tumorentfernung
  • Strahlentherapie, zur gezielten Schädigung von Tumorzellen
  • Chemotherapie, die auf schnell wachsende Zellen wirkt
  • Zielgerichtete Therapien, die spezifische molekulare Veränderungen angreifen
  • Immuntherapien, die das körpereigene Abwehrsystem aktivieren

Häufig werden mehrere dieser Verfahren kombiniert. In vielen Fällen ist eine Heilung möglich. In anderen Situationen steht die langfristige Kontrolle der Erkrankung sowie der Erhalt von Lebensqualität im Vordergrund.


Moderne Krebstherapien sind heute deutlich differenzierter und individueller als noch vor wenigen Jahrzehnten. Gleichzeitig können sie mit körperlichen und seelischen Belastungen verbunden sein. Nebenwirkungen, Erschöpfung oder Unsicherheiten im Alltag sind häufige Begleiterscheinungen.


Eine gute Krebsbehandlung umfasst daher nicht nur medizinische Maßnahmen, sondern auch psychoonkologische Unterstützung, sozialrechtliche Beratung, Rehabilitation und strukturierte Nachsorge. Eine ganzheitliche Begleitung trägt wesentlich dazu bei, Orientierung zu geben und die Lebensqualität zu stärken.