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Prävention

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Krebsrisiken senken. Krebs früher erkennen.


Krebs lässt sich nicht immer verhindern. Aber wir wissen heute, dass ein erheblicher Teil der Krebserkrankungen mit beeinflussbaren Risikofaktoren zusammenhängt. Gleichzeitig können einige Krebsarten durch Früherkennungsuntersuchungen oder das rechtzeitige Abklären von Beschwerden früher entdeckt werden.

Deshalb gehören Krebsprävention, Gesundheitskompetenz und Krebsfrüherkennung zu den wichtigen Aufgaben der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft.

Dabei geht es nicht darum, Menschen für eine Erkrankung verantwortlich zu machen. Krebs hat viele Ursachen – manche können wir beeinflussen, andere nicht. Gute Prävention schafft deshalb Wissen, unterstützt gesundheitsfördernde Entscheidungen und braucht zugleich Rahmenbedingungen, die Gesundheit ermöglichen.

Was kann das Krebsrisiko senken?
Eine wichtige wissenschaftliche Orientierung bietet der Europäische Kodex gegen Krebs. Seine 5. Ausgabe fasst 14 Empfehlungen zusammen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko reduzieren können. 

Quelle und weiteres: Europäische Kodex zur Krebsbekämpfung in seiner fünften Auflage (ECAC5)

Dazu gehören insbesondere:

  • nicht rauchen und auf Tabak- und Nikotinprodukte verzichten,
  • sich vor Passivrauch schützen,
  • Übergewicht vermeiden beziehungsweise reduzieren,
  • sich regelmäßig bewegen und langes Sitzen begrenzen,
  • sich überwiegend pflanzenbetont und ausgewogen ernähren,
  • auf Alkohol möglichst verzichten,
  • Stillen unterstützen,
  • Kinder und Erwachsene konsequent vor zu starker UV-Strahlung schützen,
  • krebserzeugende Stoffe am Arbeitsplatz vermeiden,
  • Belastungen durch Radon kennen und gegebenenfalls reduzieren,
  • die Belastung durch Luftverschmutzung möglichst verringern,
  • Impfungen und andere Schutzmöglichkeiten gegen krebsauslösende Infektionen nutzen,
  • Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie sorgfältig abwägen,
  • empfohlene organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme nutzen.


Diese Empfehlungen zeigen, Krebsprävention ist mehr als individuelles Verhalten. Gesundheit wird auch durch Arbeitsbedingungen, Umwelt, Bildung, soziale Voraussetzungen und den Zugang zu wirksamen Präventions- und Früherkennungsangeboten beeinflusst.

Prävention und Früherkennung sind nicht dasselbe
Primäre Prävention versucht, die Entstehung einer Krebserkrankung möglichst zu verhindern oder das Erkrankungsrisiko zu reduzieren – zum Beispiel durch Nichtrauchen, Bewegung, Impfungen oder UV-Schutz.

Krebsfrüherkennung richtet sich dagegen an Menschen ohne Beschwerden. Sie soll bestimmte Krebserkrankungen oder deren Vorstufen möglichst früh erkennen.

Veränderungen des Körpers ernst nehmen
Früherkennung ist nicht dasselbe wie das Wahrnehmen von Beschwerden oder körperlichen Veränderungen.

Ungewöhnliche oder länger anhaltende Veränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden. Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Aber den eigenen Körper zu kennen und Veränderungen ernst zu nehmen, kann dazu beitragen, Erkrankungen früher zu erkennen.

Genau hier setzt beispielsweise unsere Beteiligung an der Kampagne #checkdichselbst für junge Menschen an.

Prävention braucht gute Bedingungen
Wissen allein reicht nicht immer aus. Menschen müssen auch die Möglichkeit haben, gesundheitsfördernde Entscheidungen zu treffen. Deshalb verstehen wir Krebsprävention auch als gesellschaftliche Aufgabe, in Kitas und Schulen, am Arbeitsplatz, in Kommunen und im öffentlichen Raum.
Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft informiert unabhängig und wissenschaftlich fundiert über Krebsrisiken und Früherkennung. Mit ausgewählten Projekten bringen wir Prävention außerdem dorthin, wo Menschen leben, lernen und arbeiten.